Schwarzkümmelöl - für Küche und Apotheke

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  • 14. März 2022   

Schwarzkümmelöl - für Küche und Apotheke

Der Begriff ›Schwarzkümmelöl‹ ist den meisten Menschen nicht fremd. Wahlweise lässt sich das Öl in der Hausapotheke finden, doch auch in etlichen Küchen hat es sich einen Stammplatz erkämpft. Aber was ist an Schwarzkümmelöl so besonders? Namentlichen ist es das Öl aus dunklem Kümmel, zumindest dann, wenn man schwarzen Pfeffer zugrunde liegt. Aber stimmt das und welche Besonderheiten weist das Öl auf?

Schwarzkümmelöl - für Küche und Apotheke

Das Schwarzkümmelöl wird aus den Samen des echten Schwarzkümmels gewonnen. Diese Gattung des Kümmels stammt aus Asien, doch lässt sie sich auch hierzulande anbauen. Schwarzkümmel hat einen breiten Nutzen:

  • Gewürz - die reinen Samenkörner, vereinfacht auch das Öl, gehören beinahe fest zu orientalischen Gerichten. Die kleinen dunklen Samenkörner auf Fladenbroten sind beispielsweise Schwarzkümmel.
  • Naturmedizin - unter den traditionellen Heilmitteln ist Schwarzkümmelöl seit Jahrtausenden zu finden. Das Einsatzspektrum betrifft schier den gesamten Körper und beginnt beim Haar und endet bei den Organen.

Allerdings gilt auch beim Schwarzkümmelöl die Problematik, die von vielen weiteren Ölen bekannt ist: Die Machart entscheidet über die Qualität. Das Öl ist sehr empfindlich und sollte ausschließlich kaltgepresst sein. Auch die Aufbewahrung ist heikel, denn nach drei Monaten ist das geöffnete Öl spätestens wertlos und teils ungenießbar. Es gilt:

  • Beim Kauf - beim Kauf sollte gezielt auf die Bezeichnung »kaltgepresst« geachtet werden. Steht sie nicht auf der Flasche, wird besser ein anderes Öl gewählt. Das gilt natürlich insbesondere für diejenigen, die die natürliche Heilwirkung des Öls nutzen möchten: Wer einfach nur ohne Hintergedanken kocht, der kann theoretisch auch anderes Öl kaufen.
  • Lagerung - auch Schwarzkümmelöl muss dunkel und kühl lagern.
  • Preis - er ist nicht günstig. Deshalb und aufgrund der leichten Verderblichkeit ist es sinnvoll, nur kleinere Flaschen zu kaufen. Schwarzkümmelöl ist selten bei der täglichen Ernährung im Spiel, sodass eine 750-Milliliterflasche vermutlich verdirbt.

Und wie wird das Öl nun daheim genutzt? Es gibt zwei typische Einsatzgebiete.

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Wie lässt es sich in der Küche einsetzen?

Schwarzkümmelöl hat einen recht intensiven und eigenen Geschmack. Er ähnelt dem Geschmack von Kümmelsamen und wird gerne als bitter, pfeffrig oder auch scharf empfunden. Diese Eigenschaften führen dazu, dass Schwarzkümmel meist nicht täglich den Weg in die Küche findet. Aber für welche Gerichte eignet sich das Öl?

  • Orientalische Küche - an und für sich gehört Schwarzkümmelöl in die meisten Rezepte aus der orientalischen Küche.
  • Salate - wer seinem Salat eine besondere Note geben möchte, der kann ein wenig Schwarzkümmelöl untermischen. Damit der Geschmack nicht zu intensiv wird, lässt es sich aber mit Lein- oder Walnussöl vermengen.
  • Eintöpfe - Schwarzkümmelöl kann beispielsweise Möhren- oder Linseneintöpfen den besonderen Schliff verleihen. Auch etliche Suppen aus der Sparte der Hausmannskost bieten sich für Schwarzkümmelöl an.
  • Masala - Kichererbsen, Linsen oder andere Hülsenfrüchte können zu schmackhaften Masalas zubereitet werden. Wieder kann das Schwarzkümmelöl den letzten Schliff geben.

Letztendlich greift die Nutzung von Schwarzkümmelöl schon in die Hausapotheke mit hinein. Denn die positiven Wirkungen für Haut, Haare, aber auch auf die Verdauung wird beim bloßen Einnehmen des Öls schon gefördert.

Wie lässt es sich in der Hausapotheke einsetzen?

Im Orient gilt das besondere Öl als traditionelles Heilmittel. Es heißt, es stärke das Immunsystem und hilft gegen Verdauungsbeschwerden. Einige Fakten:

  • Ungesättigte Fettsäuren - von ihnen enthält Schwarzkümmelöl einen hohen Anteil. Die ungesättigten Fettsäuren haben einen großen Anteil an einer gesunden Ernährung.
  • Pflanzenstoffe - Saponine, Gerbstoffe, ätherische Öle und weitere Pflanzenstoffe machen das Öl stark. So wirkt es teils antibakteriell und keimtötend. Dass beispielsweise Thymoquinon eine entzündungshemmende Wirkung besitzt, wurde schon 1995 in London bewiesen.
  • Einsatzmöglichkeiten - auch Menschen mit Asthma, Heuschnupfen oder Ekzemen schwören teils auf das Öl.

Es sieht zudem danach aus, als kann sich das Schwarzkümmelöl positiv auf den menschlichen Blutzuckerspiegel auswirken. Gleichzeitig hat es einen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Bei Magen-Darm-Problemen ist es möglich, diese mit Schwarzkümmelöl zu lindern.

Einen Nebeneffekt des Schwarzkümmelöls nutzen Hundebesitzer gerne: Zecken mögen den Geruch nicht, was den Hund vor den lästigen Zeckenbissen bewahren kann. Auch in der Fellpflege und bei Allergien ist das Öl praktisch, wobei es stets über das Futter gegeben wird.

Achtung: Was beim Hund funktioniert, ist für die Katze giftig! Katzen können das Öl nicht verstoffwechseln, was im schlimmsten Fall zu Leber- und Nierenversagen führt.

In der Hausapotheke wird Schwarzkümmelöl wahlweise für die innere oder die äußere Einnahme genutzt. Damit unterscheidet es sich recht wenig von CBD-Produkten, die schließlich auch innerlich und äußerlich genutzt werden können. Längst gibt es CBD-Öle, die mit Schwarzkümmelöl versetzt sind – oder andersherum. Das Beste aus zwei Welten wird somit vereint. Auch CBD ist antibakteriell und entzündungshemmend, kann sich auf die Verdauung auswirken und enthält wichtige Pflanzenstoffe und Fette, die der Gesundheit zuträglich sind. Kombiniert mit Schwarzkümmelöl lassen sich die Stärken beider Produkte noch vereinen. Bei den kombinierten Produkten muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass CBD-Öl an sich nicht für die Küche geeignet ist. Selbst geschmacklich mit Schwarzkümmel vereint, wird für die meisten Menschen kein Geschmack herauskommen, der sich für einen leckeren Salat eignet. Daher werden die mit CBD versetzten Schwarzkümmelöle eher in der Hausapotheke eingesetzt, nicht aber in der orientalischen Küche.


Fazit – Schwarzkümmelöl als tolle Ergänzung

Teilweise kommt es einem schon so vor, als böte die Natur echte Wundermittel. Dabei waren Schwarzkümmel und Co. schon längst bekannt, doch haben die modernen Gesellschaften die gesundheitliche Wirkung oft vollständig vergessen. Immerhin hatten die Ägypter zu Kleopatras Zeiten schon Hanfpflanzen als Heilmittel in ihren Hausapotheken. So wie reines Hanföl kann auch Schwarzkümmelöl in der Küche genutzt werden, sofern der Geschmack einem selbst zusagt. In der Hausapotheke ist Schwarzkümmelöl breit aufgestellt, wobei die Wirkung durch CBD noch einmal verstärkt werden kann.



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