Brot backen: Tricks & Tipps für gelungene Ergebnisse

Brot backen: Tricks für gelungene Ergebnisse

Ein frisch gebackenes Brot erinnert viele an positive Kindheitserinnerungen und doch scheinen die Hürden zu groß, um selbst zum Mehl zu greifen. Doch gute Rezepte, Anleitungen und Tipps beweisen, dass es nicht an Hilfestellungen mangelt. Oft braucht es nur einen ersten Schritt und die Leidenschaft für das Backen von Brot in der heimischen Küche ist entfacht. Folgende Informationen können den Einstieg erleichtern.

Brotbackautomaten für maximalen Komfort

Die bequemste Lösung, um frisch gebackenes Brot genießen zu können, bieten Brotbackautomaten. Diese Küchengeräte übernehmen sowohl das Kneten des Teiges als auch das Backen und erledigen damit den anstrengenden Teil automatisch. Modelle mit Timer-Funktion lassen sich so einstellen, dass der Morgen mit einem duftenden Laib beginnt. Viele Geräte können außerdem Kuchen zubereiten und das Kochen von Marmelade vereinfachen.

Neben dem Funktionsumfang und der Stabilität sollte beim Kauf auf die möglichen Brotgrößen geachtet werden. „Für Single- und Zwei-Personen-Haushalte genügt ein Backautomat mit Brotgrößen zwischen 400 und 750 Gramm“, lautet die Empfehlung in einem Testbericht (Vergleich.org) mit insgesamt 19 Brotbackautomaten von Marken wie Moulinex, Panasonic und Gorenje. „Familien mit Kindern sollten zu einem Gerät mit Laib-Größen zwischen 750 und 1.200 Gramm greifen.“ Die Zutaten können in Form fertiger Backmischungen im Brotbackautomaten landen oder individuell zusammengestellt werden.

Tipp: Menschen mit Glutenunverträglichkeit sollten einen Brotbackautomaten mit mehreren Backprogrammen für glutenfreie Brote wählen.

Küchenmaschine als Arbeitshelfer

Die Alternative zum Brotbackautomat ist eine Küchenmaschine, die lediglich das Rühren übernimmt. Da Brotteige meist besonders schwer sind, ist auch das eine immense Arbeitserleichterung. Leiden ambitionierte Hobby-Bäcker beispielsweise unter Handgelenksbeschwerden, ist eine solche Anschaffung durchaus eine Überlegung wert.

Die Grundausstattung

Diejenigen, die am liebsten mit den eigenen Händen arbeiten, kommen natürlich wunderbar ohne zusätzliche Elektrogeräte aus. Grundsätzlich sollte für das Backen von Brot eine gewisse Grundausstattung an Zubehör griffbereit sein. Wichtig sind:

  • Küchenwaage
  • Geschirrtücher
  • Ofenhandschuhe
  • Backpinsel

Darüber hinaus kann sich der Kauf einer Feinwaage lohnen, weil viele Rezepte Kleinstmengen voraussetzen, die sehr einfache Waagen oft nicht anzeigen können. Oft müssen beispielsweise wenige Gramm Hefe präzise abgewogen werden. Ein weiteres praktisches Zubehör, das jedoch kein Muss ist: Der Pizzastein. Mit diesem Extra werden Brote besonders knusprig – ähnlich wie aus dem Holzofen.

Eine Backform ist nicht zwingend notwendig. Gute Teige erlauben das Backen von Brot auch ohne Form. Dennoch können Formen den Vorgang erleichtern, dekorative Formen ermöglichen oder dank spezieller Materialien ein tolles Steinofenklima schaffen.

Mehle von Weizen bis Dinkel

Mehlsorten gibt es reichlich und jede bringt ihren ganz eigenen Geschmack mit sich. Für Anfänger eignen sich Weizenmehl, Dinkel- und Roggenmehl hervorragend. Das klassische Weizenmehl (405) ist zwar in Ordnung, auf Dauer jedoch einseitig.

Neben Vollkornmehl sind beispielsweise Roggenmehl 1150, Dinkelmehl 630 und Weizenmehl 1050 ideal. Das Unternehmen RUF Lebensmittelwerk klärt in einem Mehl-Ratgeber detailliert über glutenhaltige und glutenfreie Mehlsorten und ihre Verwendung auf.

Die Type Bezeichnung bei Mehl ist ein Maß für seinen Mineralstoffgehalt. Je niedriger die Zahl hinter dem Mehl, desto weniger Mineralstoffe sind enthalten. Hohe Mehltypen stecken hingegen voller Mineralstoffe und sehen dunkler aus.

Weitere Zutaten für schmackhafte Ergebnisse

Neben passenden Mehlsorten werden Hefe, Salz, etwas Zucker (Alternativ Honig) und Leitungswasser benötigt. Mit dieser Grundausstattung lassen sich bereits feinste Brote zubereiten. Für mehr Abwechslung sorgen unter anderem Zutaten wie Haferflocken, Milchprodukte und Kerne sowie Kartoffeln. Zu Beginn ist es jedoch ratsam, mit möglichst einfachen Rezepten zu starten und sich Stück für Stück an aufwändigere Brote zu wagen.

Gelingregeln für leckere Brote

Das Gelingen von Broten steht und fällt mit Faktoren wie Temperatur, Vorheizen von Öfen und Feuchtigkeit. Auf das Vorheizen des Backofens sollte beispielsweise genauso wenig verzichtet werden wie auf Wasser, das in einer feuerfesten Form in den Ofen gestellt wird.

Die Zubereitung beginnt häufig mit der Herstellung eines sogenannten Vorteigs. Klingt aufwändig, ist es aber nicht: Oft müssen lediglich drei Zutaten – nämlich Hefe, Mehl und Wasser – verrührt werden und Zeit zum Gehen haben. Die frische Herstellung von Vorteig trägt maßgeblich zum guten Geschmack von Broten bei. Vorteige kurbeln die Vermehrung und Gärung von Hefe an und verbessern zudem Haltbarkeit und Aroma.

Der Hauptteig erfordert ebenfalls das Vermengen von Hefe und Flüssigkeit, um im Anschluss die übrigen Zutaten sowie den Vorteig damit zu verkneten. Um zu gewährleisten, dass der Teig anschließend aufgeht und die Hefe in Ruhe ihren Job erledigen kann, wird der fertige Teig mit einem Küchentuch abgedeckt und an einen warmen Platz gestellt. Danach folgt das Kneten von Hand, das Formen zu einem dekorativen Brotlaib und das Abdecken für eine weitere Runde zum Aufgehen des Teiges. Zum Backen ist Ober-/Unterhitze empfehlenswert und hohe Temperaturen von mindestens 200 Grad Celsius.

Mehr zum Thema vermittelt die SWR-Reportage zur Handwerkskunst des Brotbackens:

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