Picnic – ein neuer Online-Supermarkt auf dem deutschen Markt

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Der Online-Supermarkt picnic | © picnic

Nervende Parkplatzsuche, womöglich noch bei strömendem Regen, unangenehmes Gedränge in den Gängen und lange Schlangen und damit verbundene Wartezeiten an den Kassen. Jeder von uns kennt diese Probleme und ist immer wieder aufs Neue von ihnen genervt.

Wie schön wäre es doch, gäbe es Möglichkeiten, sich dieses zeitintensive und nervenaufreibende Prozedere zu ersparen? Jeder vom Stress geplagte Einkäufer wird erleichtert aufatmen, wenn er sieht, dass sich in dieser Hinsicht mittlerweile allerlei Alternativen aufgetan haben.

Immer mehr Online-Supermärkte, die den Wocheneinkauf in gemütlicher Atmosphäre vom Sofa aus ermöglichen, drängen mittlerweile auf den Markt. Einer dieser Kandidaten ist das niederländische Unternehmen Picnic, welches dem User auf einfachste Art und Weise den verhassten Einkauf abnimmt.

Gründung

2015 im holländischen 150.000-Einwohner-Städtchen Amerfoort gegründet, hat das Unternehmen um Picnic-Gründer Michiel Muller im Nachbarland bereits für einige Furore gesorgt. Nachdem man sich in den Niederlanden mittlerweile etabliert hat, strebt das Unternehmen nun nach Expansion und streckt seine Fühler über die Landesgrenzen hinweg aus.

Im Frühjahr 2018 fand bereits die Generalprobe statt, um das Interesse der deutschen Kundschaft abzuklopfen. In diesem Kontext wurden quasi zu Testzwecken bereits einige Städte in Nordrhein-Westfalen beliefert, bevor der Online-Supermarkt auch hierzulande zukünftig einer breiten Kundschaft zugänglich gemacht werden soll.

Wie funktioniert Picnic?

Bestellung

Wer seine Lebensmittel über diesen aufstrebenden Dienst bestellen möchte, benötigt dazu eine eigens dafür eingerichtete App (Android oder iOS).

Mithilfe dieser Software auf dem Smartphone können die Waren auf einen bestimmten Tag terminiert werden. Bei der Uhrzeit muss man sich wohl oder übel dem von Picnic errechneten Zeitfenster fügen. Ob sich dieses nun am Morgen, mittags oder am Abend bewegt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und kann im Vorfeld kaum vorhergesagt werden.

Dieser vermeintliche Nachteil wird allerdings durch die Tatsache ein wenig entschärft, dass Picnic keine Lieferkosten auf die zu liefernde Ware erhebt. Insbesondere für regelmäßige Besteller ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Schließlich ordere bereits ein Fünftel der Picnic-User mindestens zweimal die Woche. Wer den Mindestbestellwert von 25 € erreicht, darf sich über diesen innovativen Service freuen.

Lieferung

Mit umweltschonenden Elektro-Transportern werden die Bestellungen innerhalb kürzester Zeit ausgeliefert. Immerhin 385 Fahrzeuge zählt die Picnic-Flotte derzeit – Tendenz steigend. Am Morgen des Liefertermins bekommt der Kunde den Zeitrahmen mitgeteilt, in welchem die Lieferung voraussichtlich auf 20 Minuten genau zugestellt werden wird.

Mit dieser zielgenauen Prognose kann auf vergleichsweise einfache Art sichergestellt werden, dass sich Kunde und Zusteller nicht verfehlen können. Besonders spannend ist das Live-Tracking innerhalb der Picnic-App, durch die der Kunde den Aufenthaltsort des Lieferfahrzeuges stets verfolgen kann.

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Der moderne Milchmann kommt | © obs/Picnic

Laut Firmengründer Muller waren die Gründe, weshalb Online-Supermärkte noch immer nicht das Potential vollumfänglich entfalten können, welches hinter der Idee steckt, die, dass Kunden von Lieferkosten abgeschreckt werden und zudem auch nicht lange daheim auf die Ware warten möchten. Mit seinem speziellen Bestell- und Liefersystem hat es Picnic geschickt verstanden, diese beiden Kritikpunkte zu umschiffen.

Fazit

Auf den ersten Blick handelt es sich bei Picnic um einen weiteren Online-Liederdienst für Lebensmittel, wie ihn bereits die üblichen Verdächtigen wie Rewe, Amazon und Allyouneedfresh anbieten.

Schaut man jedoch ein wenig genauer hin, erkennt man schnell, dass sich Picnic in einem ganz entscheidenden Punkt von den Platzhirschen der Branche abhebt. Unter anderem sind es die Lieferkosten, welche viele Menschen nach wie vor abschrecken und davon abhalten, den Einkauf online zu erledigen. Häufig wird für Frische- und Tiefkühlprodukte ein zusätzlicher Aufschlag erhoben.

Lieferung von Picnic

Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei | © obs/Picnic

An dieser kleinen, aber wirkungsvollen Stellschraube hat das Unternehmen um Michiel Muller gedreht. Herausgekommen ist ein Online-Supermarkt, der ungeliebte Kostenfaktoren eliminieren kann. Durch eine möglichst effiziente Routenplanung, mit welcher die Lieferadressen überaus ökonomisch abgearbeitet werden können, wird ein erheblicher Teil der Kosten eingespart, womit der Versand gratis und günstige Lebensmittel angeboten werden können.

Diesen Vorteil nehmen die Kunden gerne in Anspruch und überlassen dafür Picnic die Entscheidung des Lieferzeitraumes. Die vermeintlich fehlende Flexibilität dieses Liefertermins ist es letztlich, welche den entscheidenden Wettbewerbsvorteil des Unternehmens aus dem holländischen Amerfoort, nämlich die kostenfreie Lieferung, somit überhaupt erst möglich macht.

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